Der Hund aus dem Süden

Bei Hunden aus südlichen Ländern ein sogenannter Mittelmeer-Check (MMK) unerlässlich. Dies ist eine Blutuntersuchung auf einige in den Mittelmeerländern, von Parasiten übertragene Erkrankungen wie z.B. Leishmaniose oder Babesiose, die häufig noch unentdeckt im Hund schlummern und irgendwann ausbrechen können. Lassen Sie sich eine Kopie der Blutuntersuchung aushändigen, wenn Sie einen Hund aus dem Süden adoptieren. Wenn Sie einen Hund mit einem positiven Titer für eine der Mittelmeererkrankungen adoptieren wollen, machen Sie sich unbedingt damit vertraut, was da auf den Hund und Sie gesundheitlich und finanziell zukommen kann und Sie wirklich bereit sind, dieses Risiko einzugehen. Nichts wäre schlimmer für alle, den Hund, Ihre Familie und Sie, als wenn Sie den Hund abgeben müssten, wenn er nach einiger Zeit an einer dieser Krankheiten erkranken sollte. Seien Sie misstrauisch, wenn der Tierschutzverein Erkrankungen wie Leishmaniose verharmlosen will (“Die Krankheit kann man gut mit günstigen Allopurinol-Tabletten für ein paar Euro im Monat in den Griff bekommen”).

Wenn Sie einen Hund aus den Mittelmeeländern aufnehmen, sollten Sie den Mittelmeercheck nach einiger Zeit wiederholen lassen. Und seien Sie sich auch dessen bewusst, dass es selbst bei wiederholten MMK-negativen Untersuchungen ein Restrisiko gibt, dass der Hund die Erkrankungen trotzdem in sich trägt und sie irgendwann ausbrechen. Machen Sie sich deshalb mit den Krankheitsbildern vertraut und denken Sie auch noch Jahre später bei neu auftretenden Krankheitssymptomen an die Mittelmeererkrankungen, mit denen deutsche Tierärzte möglicherweise nicht so vertraut sind. Eine wertvolle Informationsquelle ist hier die Seite http://www.parasitus.com/. Auch die Broschüre “Traumhund aus dem Süden” ist eine wertvolle Hilfe, die Sie unbedingt lesen sollten.

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